mit diesem Ratgeber sind sie bestens über den Immobilienverkauf informiert

Immobilienverkauf mit Kleinanzeigen: Warum der Versuch schaden kann - und wann es trotzdem sinnvoll ist

Immowelt Partner Forberger 72

Was Sie in diesem Ratgeber erwartet​

Viele Eigentümer, die ihr Haus oder ihre Wohnung verkaufen möchten, sind beflügelt von den lukrativen Verkaufspreisen, von denen sie in den letzten Jahren immer wieder gehört haben. Hinzu kommt der nachvollziehbare Wunsch, selbst aus dieser vermeintlich optimalen Siutation das Maximum heraus zu holen und den Verkaufspreis möglichst hoch anzutesten. Portale wie Kleinanzeigen (ehemals „Ebay Kleinanzeigen“) ermöglichen es, kostenlos, ohne Vorkenntnisse und binnen weniger Minuten die Immobilie zum Wunschpreis zu insererien. „Warum da noch einen Immobilienmakler engagieren?“ fragen sich einige. Doch innerhalb der ersten Tage nach Veröffentlichung des Inserats beginnt die Euphorie abzuflachen. Die Resonanz auf den Portalen ist bedeutend verhaltener als erwartet. Liegt es an der Plattform oder am Inserat? Liegt es am Veröffentlichungszeitraum? Liegt es am Preis? War er doch zu hoch?

Dem Inserierenden stellen sich viele Fragen und schnell wird mit der Reduktion des Preises versucht die richtige Antwort zu haben. So sind nun vier Wochen seit Veröffentlichung vergangen und man hat sich entschieden den Test mit dem überzogenen Verkaufspreis von 470.000 € zu beenden und den Verkaufspreis auf auf 415.000 € zu normalisieren. Dann wird es doch mit dem Verkauf schnell klappen oder?   Warum dem oft nicht so ist, welcher gravierender Fehler in diesem Fall bereits begangen wurde und wie sei bei der Vermarktung Ihrer Immobilie vorgehen sollten, erfahren sie nun nachdem wir Ihnnen ein kurzes Update über die aktuelle Preisentwicklung im Immobilienmarkt gegeben haben.

Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte:

  • Viele Eigentümer haben aufgrund der vergangen Jahre zu hohe Preisvorstellungen, jedoch ist der Markt durch deutlich höhere Zinsen spürbar preissensibler

  • Kleinanzeigen kann bei Inseraten für Häuser und Wohnungen schnell negative Auswirkungen verursachen. Für „kleinteilige“ Angebote macht es jedoch häufig Sinn.

  • Sichtbare Preisänderungen (z. B. von 470.000 € auf 415.000 €) können einen starken negativen Effekt auslösen.

  • Auf Kleinanzeigen ist die Anfragequalität bei Wohnimmobilien häufig niedrig. Das kostet Zeit und Nerven kostet.

  • Vermeiden Sie typische Fehler wie Wunschpreis aus Boomzeiten, „Portalspringen“ mit wechselnden Ansprechpartnern, häufige Preisänderungen ohne Logik und Kleinanzeigen als initialen Test bei Häusern/Wohnungen.

  • Wenn bereits „getestet“ wurde und das Objekt abgenutzt wirkt: lieber kurz pausierenneu aufsetzen (Preis, Unterlagen, Darstellung) und anschließend konsistent neu starten

Kontaktieren Sie uns gerne direkt und ganz unverbindlich – denn je früher wir Sie beim Hausverkauf entlasten können,

desto mehr Zeit bleibt für die wirklich schönen Dinge in unserer bezaubernden Heimatregion. 

Die aktuelle Entwicklung der Immobilienpreise in 2025

Viele Eigentümer orientieren sich beim Verkauf noch an den Höchstpreisen von vor drei bis vier Jahren, doch der Markt hat sich aufgrund der veränderten Zinsen geändert. Vor wenigen Jahren lagen die Zinsen bei Finanzierungen häufig bei etwa 1 bis 1,5 %. In den letzten eins bis zwei Jahren hat sich die Situation jedoch wieder mit Zinsen von ca. 3,5 bis 4 % normalisiert. Folglich funktionieren die hohen Verkaufspreise von Immobilien seit Sommer 2025 seltener, und somit bleiben Immobilien, die mit diesen nicht aktuellen Preisvorstellungen inseriert werden länger auf den Portalen.

Wann der Immobilienverkauf über Portale wie Kleinanzeigen Sinn macht

Es ist uns aber wichtig, direkt zum Einstieg zu klären, dass wir Immobilien-Inserate auf Portalen wie Kleinanzeigen nicht als grundlegend falsch betrachten, sondern der festen Überzeugung sind, dass diese ihre Daseinsberechtigung haben. Denn für kleine, einfache Angebote wie Garagen, Stellplätze oder Gärten bieten sie ohne großen Aufwand die Möglichkeit, die richtigen Käufer oder Mieter zu finden. Hier zeichnet sich Kleinanzeigen als unbürokratische, unkomplizierte und einfach zu handhabende Plattform aus. 

Jedoch kann Kleinanzeigen bei Häusern und Wohnungen einen unvorteilhaften Eindruck vermitteln. Interessenten erwarten bei Immobilien eine gewisse Professionalität und genau hier kann ein Inserat auf Kleinanzeigen das gewisse Vertrauen der potenziellen Käufer stark negativ beeinflussen. Die Veröffentlichung einer Immobilie auf den seriösen, etablierten Immobilienportalen führt zu einem deutlich hochwertigerem und sichererem Gefühl. Doch nicht nur das Portal sendet den Interessenten „Signale“, sondern auch der Preis und vorallem dessen Entwicklung kann teilweise langfristige und Folgen haben. 

Wie die Wahl des Portals und die Preisangabe die Wahrnehmung der Interessenten prägt

Wie nun bekannt ist, ist die Plattform auf der eine Immobilie veröffentlicht wird, ein entscheidender Faktor in der Wahrnehmung der Interessenten. Denn die Plattform wirkt unterbewusst: Sie prägt, ob Interessenten ein Angebot als hochwertig und gut geführt wahrnehmen oder eher als „Testlauf“. Dieses Signal beeinflusst das Vertrauen der Interessenten und Vertrauen bestimmt, wie schnell jemand bereit ist, Kontakt aufzunehmen oder eine Besichtigung zu vereinbaren.

Doch ein ebenso wichtiger, wenn nicht sogar prägenderer Faktor ist der Preis. Alleine über die Wirkung des Preises könnte man mehrere Ratgeber-Artikel schreiben, da diese so folgenschwer sein können und gleichzeitig vielfach untersucht und thematisiert werden. Und so würden manche, unterfahrene Haus- oder Wohnungseigentümer, die sich nur ein wenig aber trotzdem unzureichend mit Preispsychologie beschäftigt haben, mit dem sogenannten Effekt des „Preisankers“ argumentieren. Der Preisanker bedeutet, dass eine Wohnung die zum Preis von 470.000 € veröfentlicht wurde und nun auf 415.000 € „reduziert“ wurde, günstiger wirkt als eine Wohnung die von Anfang an für 415.000 € inseriert wurde.  Doch meist ist beim Hausverkauf und Wohnungsverkauf ein anderer Preiseffekt dominierender. Bei vielen Interessenten ensteht häufig die Erwartung: Da geht noch mehr. Denn augenscheinlich muss es zu wenige Interessenten geben oder der Zustand des Hauses beim genaueren Hinsehen deutlich schlechter sein als es der gute erste Eindruck vermuten lässt. Das bremst Entscheidungen und verschiebt Nachfrage nach hinten.

Und dann ist da noch der „schon bekannt“-Effekt zu erwähnen. Viele Interessenten sehen Inserate mehrfach, auch kanalübergreifend, und speichern sie gedanklich ab. Wenn sie das Objekt später in einem anderen, „besseren“ Umfeld wiederfinden, reagieren sie oft skeptischer, weil sie Veränderungen in Preis oder Darstellung nicht als Verbesserung, sondern als Unsicherheit interpretieren.

Wie die Wahl des Portals nicht nur Auswirkungen auf Ihre Immobilie hat sondern auch auf Sie

Neben den bereits erwähnten negativen Auswirkungen der Platzierung der Immobilie auf Ebay Kleinanzeigen, kann es auch negative Auswirkungen auf Ihre Stimmung und Ihre wertvolle Zeit haben. Denn die Qualität der Anfragen lässt auf Kleinanzeigen oft zu wünschen übrig und so wird die Zahl der echten Interessenten meist von überdurchschnittlich vielen Kontakten, die nur testen oder unverbindlich „mal anfragen“ möchten überschattet. 

Wie Sie auch ohne Immobilienmakler erfolgreich Ihre Wohnung oder Ihr Haus verkaufen können

Doch wer wären wir, wenn wir Ihnen jetzt plakativ empfehlen, dass Sie immer einen Immobilienmakler brauchen, denn wir verstehen uns eben nicht nur als Immobilienmakler sondern auch als Ihr Immobilien-Ratgeber für im Raum Würzburg und Ochsenfurt. Daher geben wir Ihnen hier eine effiziente Anleitung mit, wie Sie vorgehen sollten um mit ihrem Inserat erfolgreich zu sein.

1. Realistischen Preiseinschätzung Ihrer Immobilie

Beginnen Sie damit, den lokalen Immobilienmarkt, die Lage der Immobilie und den Zustand Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung zu analysieren. Gerade bei älteren Objekten spielen Energetik, Sanierungsbedarf und die realistischen Kosten eine größere Rolle, als viele Verkäufer anfangs vermuten. Ein marktfähiger Einstiegspreis ist heute weniger „Verhandlungsbasis“ als ein Signal für Seriosität.

2. Passende Vermarktungskanäle die zu Ihrer Immobilie passen

Wählen Sie die Plattformen so, dass deren Wertigkeit und die Zielgruppe ihrer Immobilie zusammenpassen. Für den Verkauf von Häusern und Wohnungen ist in der Regel ein Umfeld entscheident, das Vertrauen und Professionalität unterstützt. Für Angebote wie z. B. Garagen, Stellplätze oder Schrebergärten kann jedoch Kleinanzeigen, wie bereits erklärt, durchaus erfolgreich sein und den Verkauf oder die Vermietung einfach und effizient gestalten.

3. Konsistenz in Preis, Ansprechpartner und Darstellung

Sorgen Sie dafür, dass die Immobilie über alle Kanäle hinweg gleich wirkt: ein Preisbild, ein Ansprechpartner, ein roter Faden. Häufige Kurswechsel, unterschiedliche Formulierungen oder wechselnde Kontaktpersonen werden von Käufern als Unsicherheit interpretiert. So schaffen Sie mit Konsistenz Ruhe und damit Effizienz und Geschwindigkeit.

4. Vollständige Informationen und überzeugende Fotos

Je strukturierte und umfangreicher Informationen, Unterlagen und Fotos vorbereitet sind, desto besser wird die Qualität der Anfragen. Denn Interessenten entscheiden heute schneller, ob ein Angebot „sauber“ wirkt und ob sich eine Besichtigung lohnt. Eine professionelle Darstellung reduziert Rückfragen, filtert Unverbindliches heraus und stärkt das Vertrauen in den gesamten Prozess. 

Ich finde meine Immobilie trotz Makler auf Kleinanzeigen, warum macht er das? Ist das ein Problem?

Tatsächlich haben es viele Immobilienmkaler nicht auf dem Schirm, dass manche Portale, die Inserate, die man auf diesen veröffentlicht, automatisch auch in Partnernetzwerke ausspielen, sofern man dieses Verhalten nicht deaktiviert.

Daher kann es sein, dass Ihr Haus oder Ihre Wohnung auf Kleinanzeigen landet, obwohl ein Immobilienmakler sich um die Vermarktung kümmert. Grundlegend ist zu beachten, dass wenn alle unsere Empfehlungen zu Inseraten eingehalten werden,  es auch tolerierbar sein kann, wenn die Immobilie weiterhin auf Kleinanzeigen verbleibt.  Allerdings empfehlen wir, dass Sie Ihren Makler kontaktieren und darum bitten, die Anzeige von Kleinanzeigen zu entfernen. 

Was tun, wenn man die Fehler beim Immobilieninserat bereits begangen hat?

Wenn Ihr Objekt bereits viele Wochen online war, Sie mehrfach den Preis gewechselt haben oder die Immobilie in unterschiedlichen Umfeldern platziert haben, wirkt es auf Interessenten schnell „abgenutzt“. Doch was sollten Sie jetzt tun? In Ihrer Situation empfehlen wir es nicht, noch mehr Reichweite zu erzeugen und das Inserat immer weiter zu streuen, sondern eine kurze Zeit bewusst zu pausieren.

Nutzen Sie diese Zeit, um den Auftritt sauber neu aufzusetzen. Prüfen Sie die Preislogik, vervollständigen Sie die Unterlagen und schärfen Sie die Präsentation in Form von Fotos und Informationen. Denn es muss Ihr Ziel sein, dass das Angebot wieder klar, stimmig und gut geführt wirkt. 

Anschließend können Sie Ihre Immobilie wieder veröffentlichen. Mit der Wahl passender Kanäle, der Angabe eines Ansprechpartners, einem einheitlichem Preisbild und einer konsistenen Darstellung schaffen Sie die Grundlage dafür, dass Interessenten wieder Vertrauen in Ihr Objekt erlangen.

Kontaktieren Sie uns gerne direkt und ganz unverbindlich – denn je früher wir Sie beim Hausverkauf entlasten können,

desto mehr Zeit bleibt für die wirklich schönen Dinge in unserer bezaubernden Heimatregion.